Bankgeheimnis: Transatlantische Wirtschaft
Shownotes
Mit Melanie Vogelbach, Bereichsleiterin in der DIHK, sprechen wir in dieser Podcast-Folge über die transatlantischen Beziehungen.
Welche Bedeutung hat der US-Markt heute? Wie wirkt sich die US-Wirtschaftspolitik auf die deutschen Unternehmen aus – hier und jenseits des Atlantiks? Welche Konsequenzen muss die deutsche Politik für ihre Außenwirtschaftsstrategie ziehen?
Ruth von Oppen und Hendrik Hartenstein sprechen mit Melanie Vogelbach über die aktuellen Entwicklungen in den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen, über gemeinsame Herausforderungen, Chancen und Konflikte.
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00:00:02: Die USA sind und bleiben ja ein attraktiver Markt.
00:00:07: Es gibt sehr viele globale Herausforderungen, denen die Unternehmen aktuell begegnen Und diese Herausforderung teilen wir größtenteils mit den USA.
00:00:16: Man würde denken dass in solchen Zeiten einen transatlantischer Schulterschluss eigentlich naheliegend ist.
00:00:22: Dieser Deal ist sehr weit entfernt von dem was klassische Handelsabkommen der EU sonst so mit sich bringen Aber hoffentlich wird eben etwas noch Schlimmeres verhindert.
00:00:34: Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer.
00:00:36: Ganz wichtig, dass wir jetzt nicht anfangen hier in so einer Art Managed Trade zu verfallen.
00:00:44: Herzlich willkommen zu unserem Podcast Bank Geheimnis!
00:00:47: Das ist der Podcast des Bankenverbandes rund um die Finanzierung der Wirtschaft.
00:00:51: Mein Name ist Ruth von Oppen aus der Unternehmensfinanzierung beim Banken-Verband
00:00:54: und mein Name ist Hendrik Hartenstein.
00:00:56: ich leite die Unternehmsfinanzierungen.
00:00:57: Wir sprechen heute ein weiteres Mal über die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen.
00:01:00: dazu haben wir in früheren Podcast Folgen schon verschiedene Perspektiven hier gehört.
00:01:06: Heute fragen wir nach der Sicht der Unternehmen, der Unternehmen hierzulande und der deutschen Unternehmen auf der anderen Seite des Atlantiks.
00:01:14: Wie schauen Sie auf die Auswirkungen der US-Wirtschaftspolitik auf die eigene Geschäftspolitika?
00:01:18: Sowohl in Deutschland als auch in den USA – also auch auf anderen Märkten weltweit!
00:01:23: Zu diesem Thema sprechen wir mit Melanie Vogelbach.
00:01:26: Sie ist Bereichsleiterin für internationale Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaftsrecht bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer DHK.
00:01:33: Die DHK isst die Dachorganisation, der neunundsebzig Industriehandelskammern in Deutschland und vertritt zusammen mit den Auslandshandelskammern wirtschaftsrelevante Anliegen gegenüber der Politik.
00:01:48: Herzlich willkommen bei uns im Studio, liebe Melanie!
00:01:51: Schön dass du da bist.
00:01:52: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:53: Herzlich willkommen.
00:01:54: Und
00:01:54: wir starten hier bei uns im Podcast immer mit einer Warm-up Frage, die ist heute ... Auf welche nächste Auslandsreise freust du dich am meisten?
00:02:02: Eine der spannendsten Außenwirtschaftsreisen, die geht in diesem Jahr sicherlich nach Ghana.
00:02:06: Nach Agra, wo im November der German African Business Summit stattfindet.
00:02:10: Das ist die größte deutsche Wirtschaftskonferenz auf dem afrikanischen Kontinent.
00:02:15: Da kommen rund sechshundert Personen aus Deutschland aber auch aus verschiedenen afriikanischen Ländern zusammen und da wird über globale Herausforderungen vor allem auch über Chancen der Zusammenarbeit diskutiert zum Beispiel beim wichtigen Thema Rohstoffe.
00:02:27: also das wird sicherlich eine ganz spannende Veranstaltungen eine interessante Reise.
00:02:31: Daraus entnehmen wir deine Leidenschaft für deinen Beruf, dann lass uns doch gerne gleich in die Inhalte einsteigen.
00:02:36: und ich würde gerne von dir wissen wie reagieren denn die Unternehmen hier in Deutschland zurzeit?
00:02:41: Und wie reagierend auch vor allem deutsche Unternehmen in den USA auf die US Wirtschaftspolitik seit dem letzten Jahr?
00:02:48: Es ist gut, wie du die Frage formulierst.
00:02:49: Ich glaube es ist sehr wichtig da zu differenzieren.
00:02:53: Denn die Unternehmen in Deutschland, die ausschließlich in den USA exportieren, haben einen anderen Blick auf diese Situation als Unternehmen, die Standorte und Niederlassungen vielleicht sogar eigene Produktionen in den US haben.
00:03:06: Grundsätzlich kann man für beide Gruppen sagen, dass die Zollpolitik und das Hin- und Her im letzten Jahr – jetzt sind wir ja so ein gutes Jahr nach dem sogenannten Liberation Day.
00:03:15: Dass das für große Verwerfungen gesorgt hat viel Unsicherheit höhere Kosten für alle Beteiligten Bei den deutschen Exporteuren, die aber keine eigenen Niederlassungen in den USA haben.
00:03:25: Da sehen wir die Folgen deutlich stärker.
00:03:27: unsere Exporte sind im letzten Jahr um knapp zehn Prozent zurückgegangen also wirklich ein deutlicher Einbruch und die USA sind ja weltweit unser allerwichtigster Exportmarkt.
00:03:36: deswegen schlägt das schon ganz schön ins Kontor in der Außenwirtschaft.
00:03:40: Und auch jetzt sehen wir dass nach wie vor die Zollkosten und das hin und her natürlich für Herausforderungen sorgt bei den Unternehmen Die eigene Standorte In den USA Haben.
00:03:50: Also Investitionen, da haben wir auch im letzten Jahr große Herausforderungen gesehen.
00:03:54: Viele haben ihre Investition erst mal auf Eis gelegt weil diese Verunsicherung die Volatilität, die wir gesehen haben, die war natürlich sehr schwierig.
00:04:01: Investition tätigt man ja nicht für Tage oder für Wochen sondern über Monate viele Jahre, Jahrzehnte und da braucht man ein gewisses Maß an Sicherheit, Stabilität.
00:04:11: Planungssicherheit ist ganz wichtig und im letzten Jahren haben wir eher das Gegenteil gesehen.
00:04:15: jetzt so ein Jahr später sehen die Unternehmen So richtig ändert sich an dieser Situation aber nichts und die USA sind und bleiben ja ein attraktiver Markt.
00:04:24: Und es gibt viele Rahmenbedingungen vor Ort, die auch nach wie vor das Geschäft sehr spannend machen.
00:04:30: Es ist ein großer Bin-Markt.
00:04:33: Auch viel konsumfreudigere Menschen als wir das hier in Deutschland zum Beispiel haben günstigere Energiepreise, attraktiveres Steuersystem in manchen Bereichen.
00:04:43: also viele gute Gründe da weiterhin gutes Geschäft zu machen obwohl die Unsicherheit natürlich bleibt.
00:04:48: und deswegen sehen wir an unseren Umfragen Über unser Netzwerk der deutschen Auslandshandelskammern.
00:04:54: Viele Befragungen wie deutsche Unternehmen auch im Ausland, gerade die Situation erleben.
00:04:59: und in den USA haben wir am letzten Jahr einen sehr deutlichen Einbruch erlebt.
00:05:03: sehen wir, die stabilisiert sich wieder ein bisschen.
00:05:06: Also Investitionspläne ziehen wieder an.
00:05:08: Die Geschäftserwartungen sind deutlich positiver.
00:05:11: Wir sind noch deutlich vom früheren langjährigen Durchschnitt entfernt.
00:05:16: also es ist immer noch so dass die Unternehmen gebremst in die Zukunft gucken.
00:05:20: aber wir gehören auch immer wieder dieses volatile Zollrisiko.
00:05:27: das wird jetzt so wie andere wirtschaftspolitische Risiken ein bisschen mit eingepreist.
00:05:31: Das ist eine Art New Normal, damit gehen die Unternehmen um müssen sie.
00:05:34: es bleibt ihm nichts anderes übrig weil vom amerikanischen markt das ist ein so wichtiger und so attraktiver marktwenden die sich natürlich nicht
00:05:41: ab.
00:05:41: dann schauen wir noch mal auf die zoll thematik.
00:05:44: mittlerweile auch fast einen jahr alt ist ja der sogenannte deal zwischen von der line on trump zum soll abkommen zwischen der eu und den usa.
00:05:52: jetzt soll er bald final beschlossen sein.
00:05:54: wie schätzt du das ein?
00:05:56: Der sogenannte Turnberry-Deal, den Konjunktionspräsidenten von der Leyen und Präsident Trump im letzten Juli beschlossen haben in Turnberry auf dem Golfressort von Donald Trump.
00:06:07: Der tagt jetzt fast ein Jahr.
00:06:09: Dieser Deal ist sehr weit entfernt von dem was klassische Handelsabkommen der EU sonst so mit sich bringen also eigentlich eine Partnerschaft auf Augenhöhe und stabile umfassende Rahmenbedingungen auch für eine mittel- und langfristige Beziehung.
00:06:24: Bei dieser Vereinbarung aus Turnberry sehen wir das viele Unternehmen... nach wie vor sehr unglücklich damit sind, dass es sich um einen sehr klar asymmetrischen Deal handelt.
00:06:33: Also die gibt da mehr als sie im Umkehrschluss bekommt.
00:06:37: nichtsdestotrotz Die Herausforderungen, die wir am letzten Jahr gesehen haben und die Unsicherheiten, die sehr massiven Zolldrohungen der Druck, der auch seitens der USA ausgeübt wurde, die haben die Sorge für Eskalation bei den Unternehmen mit eben diesem wichtigen US-Geschäft deutlich groß werden lassen.
00:06:53: Und der Turnberry-Deal war dann so eine Art bittere Pille.
00:06:56: dies zu schlucken galt ein bisschen besser.
00:06:59: besser als eine ganz schlimme Eskalation ist es in jedem Fall.
00:07:03: Und wir hoffen, dass ein gewisses Maß an Stabilität ein paar Eckpfeiler an Sicherheit dadurch zumindest zurückkommen.
00:07:12: Gewisse Volatilität wird leider vermutlich bleiben fürchten wir.
00:07:15: Wir sehen ja auch was wir in den letzten Monaten gehört haben aber hoffentlich wird eben etwas noch Schlimmeres verhindert und deswegen ist aus meiner Sicht sehr gut das wie da jetzt auf europäischer Seite Nach diversen Verzögerungen Fortschritte sehen, dass jetzt gerade der Handelsausschuss im Europäischen Parlament auch zugestimmt hat und voraussichtlich auch die Entscheidung im Plenum im europäischen Parlament kurz bevorsteht.
00:07:41: Das ist glaube ich schon sehr wichtig, dass wir da auch ein gewisses Maß an Sicherheit zurückbekommen.
00:07:45: Du hast die Bedeutung von Rahmenbedingungen auf der europäischen Ebene angesprochen.
00:07:51: eine wichtige Grundvoraussetzung für gute Wirtschaftsbeziehungen ist auch die Finanzierung Und wir würden gerne von dir wissen, welche Erwartungen hast du an die Rolle der Banken in den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen?
00:08:02: Etwa mit Blick auf die Exportfinanzierung oder auf die Rohstofffinanzierung.
00:08:05: Also Banken sind ja immer so eine Art Brückenbauer!
00:08:08: die ermöglichen wichtige Geschäfte.
00:08:10: Und es ist in so schwierigen Zeiten, wie wir sie aktuell haben – in Zeiten geopolitischer Herausforderungen und in Zeiten, in denen die transatlantischen Beziehungen unter so starkem Druck stehen eben noch mal ein bisschen wichtiger geworden.
00:08:22: Deswegen dass da die Banken auch Unternehmen unterstützen, die jetzt trotz der Herausforderungen, wie ich eben geschildert habe, in den USA wieder Geschäften machen wollen.
00:08:33: Das ist natürlich sehr wichtig.
00:08:35: das Finanzierung läuft im Export aber natürlich Investitionen vor Ort.
00:08:39: Auch das ist wichtig!
00:08:41: Und hinzu kommt bei den Banken natürlich auch, sowie bei vielen anderen Akteuren die es im Außenwirtschaftsgeschäft gibt.
00:08:47: In dieser immer komplexer werdenden Welt wo Themen wie Exportkontrollen, Sanktionen viele andere Dinge immer schwieriger werden.
00:08:56: Das spielen Banken eine wichtige Rolle um internehmen beim Einhalten der Compliance-Vorgaben zu unterstützen.
00:09:03: das ist glaube ich was wir teilen kann man verbände aber natürlich auch die Banken die die Schäfte dann am Ende finanzieren und ermöglichen.
00:09:09: Wir haben jetzt auf die bilateralen Beziehungen geschaut, USA, EU oder Deutschland.
00:09:14: Transatlantische Beziehung hieß in guten Zeiten auch gemeinsamer Auftritt gegenüber globalen Herausforderungen oder gegenüber Drittstaaten.
00:09:21: Davon sind wir heute ziemlich weit entfernt.
00:09:23: Was heißt das denn für Deutschland?
00:09:25: Für die Europäische Union bei Themen wie Wirtschaftssicherheit, Rohstoffpolitik, Resilienz oder mit Blick auf andere Wirtschaftsräume wie Asien?
00:09:33: Wie du sagst, es gibt sehr viele globale Herausforderungen, denen die Unternehmen aktuell begegnen.
00:09:39: Und diese Herausforderung teilen wir größtenteils mit den USA, ob jetzt Kriege aber auch Lieferketten die unter Druck geraten.
00:09:47: Also die müssen funktionieren.
00:09:49: Abhängigkeiten bei Rohstoffen und anderen wichtigen Vorprodukten, die spielen eine wichtige Rolle Aber auch Wettbewerbsverzerrungen über Kapazitäten Die auch unsere Unternehmen hier zu Lande unter Druck kommen lassen.
00:10:02: Auch das ist eine zunehmende Herausforderung.
00:10:05: Man würde denken, dass in solchen Zeiten ein transatlantischer Schulterschluss eigentlich naheliegend ist.
00:10:10: Dass wir eben auch diese Herausforderungen derzeit dann gemeinsam angehen weil wir sie eben auch teilen.
00:10:16: Aktuell sehen wir aber leider wirklich eher das Gegenteil.
00:10:19: also ich glaube es ist gerade deshalb besonders schade, dass wir die großen Herausforderungen eines Level Playing Fields was wir ja alle brauchen um im internationalen Handel gemeinsam auch agieren zu können und unseren Unternehmen auch faire offene Rahmenbedingungen bieten zu können, das sollten wir eigentlich gemeinsam angehen.
00:10:38: Aktuell leider sehr schwierig aber es gibt trotzdem ein paar kleine Lichtblicke.
00:10:43: im Bereich der Rohstoffe.
00:10:45: da haben die USA vor wenigen Wochen einen MOU, einem Memorandum of Understanding mit der EU abgeschlossen.
00:10:53: also da will man zukünftig stärker zusammenarbeiten.
00:10:55: ich glaube dass ist eine große Chance weil wir eben von seltenen Erden und Rohstoffen gerade hier in Deutschland und Europa massiv abhängig sind haben wir in den letzten Jahren auch immer wieder gesehen.
00:11:06: Und da müssen unsere Resilienz stärken, sonst gibt es dann natürlich auch ein gewisses Erpressungspotenzial.
00:11:11: Deswegen ist es glaube ich schön dass wir da auch Möglichkeiten sehen zusammen zu arbeiten.
00:11:16: man muss aber auch darauf achten das wir auf Augenhöhe zusammenarbeiten.
00:11:19: also was für die USA gut ist das ist nicht notwendigerweise immer auch für Europa und Deutschland gut und ich glaube da muss man genau hinsehen dass wir ja auch nicht alle Rahmenbedingungen der USA eins zu eins übernehmen, weil sie das so mögen.
00:11:33: Sondern dass wir da auch souverän als Europa auftreten und in den Bereichen zusammenarbeiten, wo es eben für beide Seiten gewinnbringt ist.
00:11:42: Und ich glaube, da ist durchaus Potenzial aber dann muss man genau und differenziert hinsehen.
00:11:48: Gleichzeitig werden natürlich andere Partnerschaften in diesen Zeiten immer wichtiger, auch beim Thema Rohstoffe, aber auch ansonsten im Handel.
00:11:56: Ich habe vorhin davon gesprochen zurückgegangen sind.
00:12:00: Das ist die eine Seite der Medaille, die andere ist das Unternehmen sich auf anderen Märkten umsehen und zum Beispiel eine Region wie Lateinamerika, da spielt auch das gerade in Kraft getretene Merkussur abkommende wichtige Rolle.
00:12:12: aber auch andere Regionen Länder in Asien-Pazifik spielen heute eine viel wichtigere Rolle für die Unternehmen wenn sie jetzt ihre Exporte und Investitionen für die Zukunft planen.
00:12:22: Vielen Dank, du hast das Spektrum der Herausforderungen für die Unternehmen und damit auch für die Politik skizziert.
00:12:27: Die Bundesregierung ist also gefordert darauf jetzt Antworten zu finden.
00:12:31: dazu gehört eine Adjustierung der Außenwirtschaftsstrategie.
00:12:35: wie funktioniert aus deiner Sicht der Austausch zwischen Politik und Wirtschaft hier in Deutschland um Antworten auf diese Themen zu finden?
00:12:42: Also die Herausforderung sind so groß dass wir das nur gemeinsam hinbekommen können und deswegen ist es gut dass die Bundesregierung eine Nachschärfung aus dem Wirtschaftsförderstrategie derzeit nachdenkt.
00:12:54: Und natürlich sehr wichtig, dass sie da auch die Wirtschaft mit einbezieht und uns die Möglichkeit gibt Stellung zu beziehen den Banken, den kleinen und mittelständischen Unternehmen, den Kammern, den Verbänden.
00:13:05: Ich glaube das ist ganz wichtig weil es gibt für die großen Herausforderungen, die wir derzeit sehen auch keine so ganz einfachen Lösungen.
00:13:12: Resilienz zu stärken Lieferketten zu diversifizieren Das sind wichtige Ziele aber das ist oft sehr viel leicht und deswegen muss man da ganz genau hinsehen.
00:13:24: Es gibt in der Außenwirtschaftsförderung einige Instrumente, die sich wirklich sehr bewährt haben.
00:13:29: Ich denke dann natürlich an die Akteure, die vor Ort in den Ländern sind und Unternehmen auch helfen wenn sie gerade jetzt neue Märkte erschließen wollen.
00:13:37: Da kommt natürlich das Netzwerk der deutschen Auslandshandelskammern über neunzig Ländern an Hundertfünfzig Standorten mehr als erstes in den Sinn aber auch andere Akteur wie Germany Trade and Invest mit wichtigen Informationen auch Akteuren der Außendwirtschaft versorgen direkt beraten können.
00:13:55: und natürlich sind die Finanzierungsinstrumente in der Außenwirtschaft ganz wichtig.
00:13:59: Und da denke ich an Exportkreditfinanzierung und Investitionsgarantien.
00:14:03: Das ist für Unternehmen natürlich essenziell gerade die Klein- und Mittelständischen, die es eben jetzt besonders schwer haben wenn sie sich umsehen, wenn Sie umjustieren müssen.
00:14:13: also deswegen Ich glaube das ist gut dann nochmal hinzusehen was funktioniert gut?
00:14:18: Was können wir vielleicht noch besser machen aber eben auch wirklich gemeinsam im Schulterschluss mit den Unternehmen.
00:14:25: Und man muss natürlich auch sehen, wie setzen wir Prioritäten?
00:14:28: Wo gibt es möglicherweise auch Redundanzen.
00:14:32: Was wichtig ist aus meiner Sicht, dass diese Strategie außen Wirtschaftsförderung auch ineinander greift mit anderen Strategien die wir in den letzten Jahren oder Monaten gesehen haben seitens der Bundesregierung oder auch seitens des EU also zum Beispiel China-Strategie der Bundesregierung eine Wirtschaftssicherheitsstrategie, die derzeit auch erarbeitet wird.
00:14:50: das sind alles Themen, die sich überschneiden und ich glaube da ist ganz wichtig zusammen gedacht werden und dass man auch nicht nur in einzelnen Ministerien, in Ressorts denkt sondern eben auch als Bundesregierung, als Ganzes.
00:15:02: Und dann eben auch in Abstimmung mit anderen Akteuren wie in der Wirtschaft auch agiert.
00:15:07: Du hast auf die Bedeutung guter Rahmenbedingungen, die durch den Staat gesetzt werden hingewiesen?
00:15:13: Die DHK ist aber auch die Spitzenorganisationen der Selbstverwaltung der Unternehmen in Deutschland.
00:15:18: Wie viel Politik braucht es denn überhaupt aus deiner Sicht, um die derzeitigen Herausforderungen in der Außenwirtschaft zu lösen?
00:15:25: Wie viel kann der Markt selber machen und was können die Unternehmen selbst auch besser leisten als der Staat.
00:15:30: Grundsätzlich sagen wir immer, der Staat ist nicht der bessere Unternehmer und Unternehmen wissen wahrscheinlich am allerbesten wie sie ihre Lieferketten gut aufstellen.
00:15:39: Wie Sie auch Risiken abfedern.
00:15:41: also deswegen unternehmerische Freiheit die es natürlich ganz wichtig dass die erhalten bleibt das wir jetzt nicht anfangen hier in so einer Art Managed Trade zu verfallen.
00:15:51: Das ist glaube ich der falsche Reflex.
00:15:53: Nichtsdestotrotz sind die Herausforderungen groß Und die Unternehmen brauchen natürlich auch gute Rahmenbedingungen damit sie auf den weltmärkten Wettbewerbsfähig agieren können.
00:16:03: Und das fängt zu Hause an.
00:16:05: Also wenn hier die Preise, die Kosten für Arbeit und Energie für all diese Dinge sehr hoch sind, dann macht es die Produkte, die wir produzieren und in der Welt verkaufen wollen einfach sehr teuer.
00:16:16: Deswegen müssen wir da natürlich attraktive Rahmenbedingungen schaffen, die uns im Wettbewerb international auch standhalten lassen.
00:16:23: Das ist so das eine.
00:16:24: Das andere sind Freihandelsabkommen hatten wir vorhin schon mal kurz.
00:16:28: Das kann natürlich auch eine ganz wichtige Rolle spielen ums Unternehmen zu erleichtern Bürokratiearm und auch kostensparend ohne Hohezölle, also anders als in den USA derzeit zu exportieren.
00:16:40: Vor Ort aber auch möglicherweise an öffentlichen Ausschreibungen teilzunehmen.
00:16:44: Auch sowas ermöglichen wichtige Handelsabkommen.
00:16:46: Also das sind Rahmenbedingungen.
00:16:48: die kann die Kommission in Europa Das kann die Bundesregierung, die können da einfach in dieser politischen Sphäre sehr viel an Rahmenbedingungen setzen.
00:16:57: Dies unternehmen erleichtern.
00:16:59: Ich glaube bei den ganz großen Herausforderungen wir haben vorhin schon mal Rohstoffe angesprochen auch da müssen glaub ich Politik und Wirtschaft zusammenwirken.
00:17:07: Da brauchen wir andere Lösungen als bei kleineren privaten Investitionsvorhaben.
00:17:12: also da müssen wir glaube ich auch nochmal anders drüber nachdenken wie Politik und Wirtschaft zusammenarbeiten können.
00:17:18: Vielen Dank, liebe Melanie.
00:17:19: Das war ein gutes Schlusswort!
00:17:21: Vielen Dank für deine ganz spannenden Einblicke zu diesem Thema.
00:17:24: Schön, dass du hier warst.
00:17:25: Vielen Dank.
00:17:26: Vielen dank für die Einladung hat Spaß gemacht.
00:17:33: Wir hatten Melanie Vogelbach von der DHK zur Gast im Studio bei uns.
00:17:37: Hendrik was nimmst Du mit?
00:17:39: Also der sogenannte Zoll-Deal den Trump und von der Leyen letztes Jahr beschlossen haben und der demnächst vom Europäischen Parlament final beschlossen werden soll.
00:17:48: Der bringt natürlich die Hoffnung mit für die Unternehmen, dass es mehr Berechenbarkeit gibt in den Zoll-Themen.
00:17:53: Weniger hin und her als bislang aber andererseits ist die Einschätzung natürlich schon skeptisch weil er sich abkehrt vom Freihandel, vom Zollfreienhandel und hin zu mehr Protektionismus.
00:18:05: Und was nimmst du mit?
00:18:06: Ja was nehme ich mit!
00:18:07: Die USA bleiben ein sehr wichtiger und attraktiver und auch nicht ohne weitere substituierbarer Markt für deutsche Unternehmen.
00:18:14: gleichzeitig haben aber deutsche Unternehmen Gesamtsituationen, gutes Selbstbewusstsein entwickelt und einen zuvoreren Auftritt.
00:18:21: Und schauen sich natürlich auf anderen Märkten in dieser Welt um zum Beispiel Latein Amerika.
00:18:26: Wenn ihr keine Folge mehr verpassen wollt, abonniert unseren Podcast auf der Streaming-Plattform Eurer Wahl oder hört ihn auf unserem YouTube-Kanal Bankenverband.de.
00:18:34: Uns hat es großen Spaß gemacht!
00:18:35: Bis zum nächsten
00:18:37: Mal!
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