Bankgeheimnis: Wettbewerbsfähige Kapitalmärkte
Shownotes
Mit Miye Kohlhase, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiterin des Geschäftsbereichs Kunden und Märkte beim Bankenverband, sprechen wir in dieser Podcast-Folge über wettbewerbsfähige Kapitalmärkte, die Bedeutung starker Banken im Kapitalmarkt-Ökosystem und das Finanzierungsumfeld für Unternehmen in Deutschland und Europa.
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00:00:03: Das A und O ist die Liquidität.
00:00:05: Das bedeutet, dass Kapitalnehmer ihren Kapitalborder auf ohne große Schwierigkeiten denken können.
00:00:13: Die Diskussion der letzten zehn Jahre hat gezeigt, dass wir starke Banken brauchen weil sie das Kapitalmarkt-Ökosystem maßgeblich unterstützen.
00:00:24: Wenn hier aber eine Lücke beim Angebot durch das Wagniskapital besteht, können diese Unternehmen nicht weiter wachsen Und in der Folge wandern sie oft in andere Länder ab, indem Sie Venture Capital Investoren finden.
00:00:39: Sind sie aber einmal weg und wachsen und skalieren dann erfolgreich woanders?
00:00:43: Dann wird auch ein Listing am Kapitalmarkt nicht mehr bei uns stattfinden.
00:00:51: Herzlich willkommen zu unserem Podcast Bankgeheimnis!
00:00:54: Das ist der Podcast des Bankenverbandes zur Finanzierung der Wirtschaft.
00:00:58: Mein Name ist Ruth von Oppen aus der Unternehmensfinanzierung beim Banken-Verband
00:01:02: Und mein Name ist Hendrik Hartenstein, ich leite hier die Unternehmensfinanzierung.
00:01:05: Heute sprechen wir erneut über das Thema Kapitalmärkte.
00:01:08: Darüber dass Kapitalmerkte in Europa vertieft werden müssen wird schon seit langem diskutiert in Brüssel und auch in Berlin.
00:01:16: aber was heißt das konkret?
00:01:17: Was heißt das aus heutiger Perspektive?
00:01:20: Warum ist das wichtig?
00:01:21: wie kommen wieder hin?
00:01:22: Was hat es mit den Banken zu tun und wie hängt es mit der Wettbewerbsfähigkeit zusammen?
00:01:26: Darüber sprechen wir heute mit mir Kohlhase.
00:01:29: Sie ist Mitglied der Geschäftsleitung beim Bankenverband und verantwortet den Geschäftsbereich Kunden und Märkte.
00:01:39: Herzlich willkommen, liebe mir!
00:01:40: Schön dass du da bist.
00:01:41: Herzig Willkommen.
00:01:43: Ich freu mich hier zu sein.
00:01:44: Vielen Dank
00:01:44: Und wir starten hier im Podcast wie immer mit einer Warm-Up Frage.
00:01:48: Mia Duastia hat zunächst eine Banklehre gemacht und dann später Jura studiert, was würdest du sagen war in deiner persönlichen Biografie die Initialzündung dafür dass du so ein großes Interesse fürs Thema Kapitalmärkte entwickelt hast?
00:02:01: Ja es gab nicht den einen Moment.
00:02:04: ich bin eher auf Umwegen dazugekommen.
00:02:07: nach meiner Banklehrer Anfang der Neunziger war ich in den dann noch neuen Bundesländern Kreditgeschäft tätig und leider waren einige Engagements notleidend, sodass ich damals viel Kontakt mit der Rechtsabteilung hatte.
00:02:21: Das hat dazu geführt dass ich statt des geplanten BWL Studiums dann Jura studiert habe.
00:02:27: Als ich dann in die Bank zurückgekehrt bin, gab es großen Bedarf an rechtlicher Unterstützung.
00:02:32: Kapitarmarkgeschäft, viele Transaktionen bei Mergers & Acquisitions und in den Equity Capital Markets.
00:02:38: Es gab einige IPOs und wir haben uns mit Konstruktionen wie zum Beispiel dem GreenJew beschäftigt und geschaut welche Geschäftsmodelle aus Amerika sich ins Deutsche Recht übertragen lassen.
00:02:50: Das Übernahmerecht wurde neu eingeführt.
00:02:52: Venture Capital und Beteiligungsgeschäft habe ich auch begleitet Und ich fand spannend, dass man in der praxisrechtliche Expertise nicht nur für die Bewältigung von Risiko und Krise benötigt sondern damit auch geschäftlich gestalten und Chancen ermöglichen kann.
00:03:08: Das hat mich seither fasziniert und mich auch nicht wieder losgelassen.
00:03:12: Damit sind wir beim Thema Kapitalmarkt.
00:03:14: Die Kommission hat als ihr zentrales Ziel die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Europas erklärt um die strukturellen Herausforderungen zu meistern, geopolitische Rivalitäten, die Finanzierungen im Inland also in Europa aber auch die Sicherung des Wohlstandes.
00:03:31: Wenn wir jetzt auf das Thema Wettbewerbsfähigkeit schauen was heißt das im Zusammenhang mit Kapitalmärkten?
00:03:37: Wett bewerbsfähigkeit bedeutet für mich bei uns beim Verband vor allem die Leistungsfähigkeit des Kapitalmarktes muss einerseits den nötigen Finanzierungsbedarf der Wirtschaft und auch der öffentlichen Hand effektiv und effizient decken können, und sollte andererseits für Anleger aus dem Innen- und Ausland attraktiv sein.
00:04:00: Und das auch gerade im Vergleich zu anderen internationalen Märkten wie zum Beispiel in den USA oder in Asien – dafür brauche ich vor allem einen tiefen und breiten Markt des A&O ist die Liquidität.
00:04:14: Das bedeutet, dass Kapitalnehmer ihren Kapital-Borderf ohne größere Schwierigkeiten denken können und das Anleger die ihr Kapitel zur Verfügung stellen möglichst jederzeit zu einem fairen Preis Investments erwerben.
00:04:28: Und auch wieder veräußern können oder sich jederzeit gegen bestimmte Risiken absichern können, die sie gerne ausschließen möchten.
00:04:35: Ein tiefer und liquider Markt muss die richtige Balance zwischen Kapitalgebern und Kapitännehmern haben.
00:04:43: Er muss aber auch effiziente Strukturen, wie zum Beispiel Intermediäre und auch effiziante Prozesse haben.
00:04:51: Dann ist er attraktiv und damit auch global wettbewerbsfähig.
00:04:56: Denn Kapital ist grundsätzlich international beweglich und fließt immer dorthin wo es die günstigsten Bedingungen vorfindet.
00:05:04: Ein tiefer liegt weder Kapitalmarkt in Europa natürlich grenzüberschreitend.
00:05:10: Welche Rolle spielt denn die EU-Gesetzgebung, um dieses Ziel zu erreichen?
00:05:14: Neben guten zukunftsfähigen Investments spielt die EU Gesetzgebung eine ganz zentrale Rolle und das sage ich nicht nur aus Sicht eines Verbandes.
00:05:25: Vor allem die Kapitalmarktregulierung muss für stabile verlässliche und pragmatische Rahmenbedingungen sorgen also für gute Spielregeln in denen das Marktgeschehen stattfinden kann.
00:05:38: Das sorgt dann auch für eine sichere und effiziente Infrastruktur.
00:05:43: Bei der Vermögensanlage kennen wir, glaube ich alle das sogenannte magische Dreieck.
00:05:49: Und das beschreibt das Spannungsverhältnis von Rendite, Sicherheit und Liquidität.
00:05:56: So ist es mit der Regulierung.
00:05:59: Finanzmarktstabilität und Integrität sind essentiell, aber wir müssen für einen wettbewerbsfähigen Markt auch darauf schauen dass die Regeln nicht zu stark zu Lasten der Liquidität gehen.
00:06:12: Also sicher und handlungsunfähig oder sicher unattraktiv wären jedenfalls nicht wett bewerbsfähig.
00:06:18: Wir haben bei der Kapitarmarktregulierung aktuell viele Regeln die auf Stabilität- und Anligerschutz abzielen.
00:06:25: Die sind wichtig und richtig, aber sehr oft auch überaus komplex- und bürokratisch.
00:06:31: Und hier brauchen wir Anpassung die den Markt wieder attraktiver machen.
00:06:35: Wir brauchen gezielte Harmonisierungsbemühungen um bestehende Hürden beim Grenz überschreiten Geschäft innerhalb der EU zu beseitigen.
00:06:44: Um es plastischer zum Machen vielleicht zwei Beispiele Zum einen die Retail Investment Strategy.
00:06:50: Hier möchte die EU-Kommission mehr Kleinanleger an den Kapitalmarkt heranführen.
00:06:54: Ein Ziel, das wir als Bankenverband uneingeschränkt unterstützen.
00:07:03: Plexiprozesse, die teilweise noch eine Menge Fragen offen lassen und den Menschen den Kapitalmarkt nicht wirklich schmackhaft machen.
00:07:11: Das hat sicherlich auch was mit Mindset zu tun.
00:07:14: in Deutschland haben wir hingegen jetzt vom Gesetzgeber mit der Einführung des Altersvorsorge-Dipots einen echten Anreiz für ein langfristiges und flexibles Wertpapier sparen geschaffen.
00:07:28: das ist auf jeden Fall ein gutes Zeichen.
00:07:32: können wir uns vorstellen, dass Europa besser wird.
00:07:36: Doppel oder Mehrfachmeldung oder unterschiedliche Meldwege und Meldestellen sollten vereinfacht bzw gestrichen werden.
00:07:44: Das würde viel Komplexität und Kosten sparen und das Geschäft damit auch wirtschaftlich wieder attraktiver machen.
00:07:50: Solche und weitere Vorschläge haben wir übrigens auch in unserem aktuellen Positionspapier Wettbewerbswege Kapitarmärkte gemacht.
00:07:59: Kommen wir von der Regulierung noch mal zur Realität des Kapitalmarktes.
00:08:04: Du hast den Kapitalmarkt beschrieben als eine Art Marktplatz, wo Kapitännehmer und Kapitalgeber zusammenkommen, wo es aber auch Intermediäre braucht?
00:08:13: Welche Rolle spielen denn Banken im Kapital-Markt?
00:08:16: Nun, Banken haben ja ganz unterschiedliche Rollen.
00:08:20: Sie geben ihren Kunden zum einen Kredite Aber am Kapitalmarkt sind sie regelmäßig als Dienstleister, als Berater und als sogenannte Intermediäre unterwegs die Investoren- und Kapitalsuchenden Unternehmen zusammenführen, in Zugang zu Handelsplätzen oder anderen Marktinfrastrukturen gewähren und teilweise auch als Handelspartei zur Verfügung stehen.
00:08:46: Die Diskussion der letzten zehn Jahre hat gezeigt, dass wir starke Banken brauchen weil sie das Kapitalmarkt-Ökosystem maßgeblich unterstützen.
00:08:55: ohne starke Banken also auch kein starker Kapitalmark.
00:09:00: Ganz wichtig ist auch, dass Banken eine andere Rolle haben als zum Beispiel Marktinfrastrukturen wie Börsen oder Wertpapierzentralverwahr Denn Banken verbinden ihre Kunden mit diesen Marktinfrastrukturen.
00:09:12: Sie führen in ihrem Auftrag Transaktionen durch und verwahren Wertpapiere oder sie schließen auf eigenes Risiko bilaterale Verträge, mit anderen Marktteilnehmern ab.
00:09:23: Marktinfrastrukturn hingegen betreiben Plattformen auf denen die Marktteilnehmer zueinander finden können und sie gehen dabei auch kein eigenes Risiko ein.
00:09:33: Diese Unterschiede sind auch sehr wichtig, denn im richtigen Zusammenspiel entsteht ein Funktions- und leistungsfähiger Kapitarmarkt.
00:09:41: Ich betone das an dieser Stelle deswegen so weil es gerade auch für die Regulierung entscheidend ist dass diese unterschiedlichen Rollen auch entsprechend abgebildet und berücksichtigt werden.
00:09:52: Das laufende EU-Gesetzgebungspaket für die Marktintegration geht hier dann auch hoffentlich einen guten Weg, denn der Kuchen – also das Kapitarmarkgeschäft soll ja für alle größer werden.
00:10:03: Schlecht für ein Wettbewerbs wegen Kapitalmarktwehr hingegen, wenn die Regeln darauf ausgelegt werden, einen schrumpfenen Kuchen in möglichst große Stücke für bestimmte Kapitalmarkbeteiligte zu
00:10:13: verteilen.".
00:10:15: Du hast das Stichwort Finanzierungs-Ökosystem genannt.
00:10:19: Banken sind ja klassischerweise Fremdfinanzierer, aber wir sehen im Deutschen und auch im europäischen Markt zurzeit Lücken in der Finanzierung von Unternehmen in der Skalierung.
00:10:29: Und deshalb fordern viele jetzt eine Vertiefung des Wagniskapitalmarktes.
00:10:34: Würdest du uns das aus deiner Sicht mal erläutern?
00:10:37: Ja, das ist in meiner Meinung nach ein ganz wichtiger Aspekt.
00:10:41: Wenn wir über Kapitalmarkt und seine Regulierung sprechen dann denken wir oft vom Ende her.
00:10:46: also wir sprechen über Stakeholder die schon am Kapitalmarkt aktiv sind, über gelistete Unternehmen
00:10:51: usw.,
00:10:52: wenn wir aber darüber nachdenken wie wir den Markt vertiefen können dann müssen wir den Blick weiten.
00:10:58: Das betrifft zum einen das Thema Verbriefung durch die Kapitalmarktinvestoren an der klassischen Kreditfinanzierung beteiligt werden können.
00:11:07: Der Kapitalmarkt wird also genutzt, um die Fremdkapital-Finanzierung zu verbessern ohne dass die kapitalsuchenden Unternehmen selber am Kapitalmarkt aktiv sein müssen.
00:11:18: und zum anderen betrifft es außerdem Unternehmen, die noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung stehen z.B.
00:11:24: junge innovative Unternehmen.
00:11:26: Wir haben den Kapital Markt noch gar nicht im Kopf.
00:11:29: Sie haben aber oftmals Schwierigkeiten, ihren schnell bewachsenen Finanzierungsbedarf über den klassischen Bankkritik zu decken und die Gründe hierfür können ganz vielhältig sein.
00:11:40: Aber genau hier kommt das Wagniskapital in den Fokus.
00:11:45: Wie der Name sagt sind Investoren bereit des Wagnis einzugehen, dass ihr Investment sich auch mal nicht erfolgreich entwickeln kann.
00:11:54: wenn hier eine Lücke beim Angebot durch das Wagnerskapital besteht können diese Unternehmen nicht weiter wachsen.
00:12:00: Und in der Folge wandern sie oft in andere Länder ab, indem Sie Venture Capital Investoren finden und sind sie aber einmal weg und wachsen und skalieren dann erfolgreich woanders Dann wird auch ein Listing am Kapitalmarkt nicht mehr bei uns stattfinden.
00:12:17: Es fehlen hier die entsprechenden zukunftsrechtigen Investments für unsere Wirtschaft und am Kapitarmarkt.
00:12:23: Deswegen ist es sowohl aus Unternehmensperspektive also in Bezug auf die Finanzierung, als auch aus Anliegerperspektive also in Bezugs auf attraktive Investments so wichtig dass diese Lücke geschlossen wird.
00:12:37: Und Folge wäre eine Stärkung des gesamten Ökosystems wie du sagst und ein starker Kapitarmarkt Als Exitmöglichkeit reist Gründer an hier zu gründen und umgekehrt braucht ein starkes Kapitalmarkt auch erfolgreiche Unternehmen Die ihren Kapitalbedarf dann dort decken wollen.
00:12:56: Bleiben wir noch mal kurz bei jungen innovativen Unternehmen und bei den aktuellen Entwicklungen, die es gibt um die Rahmenbedingung für deren Finanzierung zu verbessern.
00:13:06: Die sogenannte EU-Ink soll ja als europäische Gesellschaftsform für Startups auch grenzüberschreitende Investitionen bzw.
00:13:14: Finanzierungen maßgeblich erleichtern.
00:13:17: wenn du uns dazu ein paar Worte aus deiner Sicht sagst wie das gelingen kann.
00:13:21: Die EUINC ist ein Vorschlag der EU-Kommission, eine neue Gesellschaftsform in der EU zu gründen.
00:13:28: Und hier durch sollen zusätzlich zu den bekannten nationalen Gesellschafts-Formen wie zum Beispiel der GmbH einheitliche Regeln für die Gründung und für die Finanzierung entstehen.
00:13:39: Die Gründungen dieser Gesellschaft soll möglichst schnell einfach und digital erfolgen Und für die Kapitalisierung sollen international übliche und bekannte Instrumente oder Verfahren eingeführt werden.
00:13:53: Auch die Mitarbeiter sollen beteiligt werden können.
00:13:55: insgesamt, also eine sehr sinnvolle und vielversprechende Maßnahme um später Grenzüberschreiten tätig zu sein.
00:14:03: Aus meiner Sicht ist aber entscheidend dass hier die Fremdkapitalfinanzierung nicht ausgeklammert wird.
00:14:10: Gerade in diesem Bereich brauchen wir EU-weiteinheitliche Regeln, zumindest was die Rechtssicherheit von standardisierten und international üblichen Finanzierungs- und Sicherheitenverträgen angeht.
00:14:22: Und hier haben wir in der Zwischenzeit allerdings noch keine Fortschritte gemacht.
00:14:27: Wenn die schnell gegründete und hoffentlich erfolgreich expandierende Gesellschaft sich in der Phase der Skalierung dann aber nicht auf harmonisierte Rahmenbedingungen verlassen kann bei der Fremdkapitalfinanzierung, dann könnte aus der wirklich guten Initiative ein Flop werden.
00:14:46: Und das sollte aus meiner Sicht nicht
00:14:48: passieren.".
00:14:49: Dann komme ich noch mal zurück auf das Thema Alterssicherung – das hattest du eben angesprochen.
00:14:53: Inwiefern ist eine Kapitalmarktgestützte Alterssicherung denn nun ein Hebel?
00:14:58: zur Vertiefung und Stärkung des Kapitalmarktes.
00:15:01: Die Altersvorsorge ist ein sehr großer Hebel, wie vorhin schon erwähnt wird jetzt in Deutschland das Alters-Vorsorge-Depot eingeführt.
00:15:09: Dadurch wird über Zeit bei den Sparerinnen und Sparern langfristig der Kapitallstock und entsprechend Vermögen aufgebaut.
00:15:18: Und die Beschäftigung damit ist sicherlich auch die beste Finanzbildung.
00:15:22: Also die Hoffnung ist natürlich dass auch Sparerin und Spara sich dann vermehrt an den Kapitalmarkt Und so ist es auch für die weiteren Säulen der Alterssicherung sicherlich von Vorteil, wenn eine Kapitalmarktkomponente aufgebaut wird.
00:15:39: Also es gibt genügend erfolgreiche Beispiele in anderen Ländern – den USA, Schweden, Norwegen und das ist selbstredend dass die Vertiefung dann eine zwangsläufige Folge ist, wenn viele Gelder letztlich am Kapitarmarkt angelegt werden.
00:15:55: Dann zum Abschluss die Frage, wo stehen wir in zehn Jahren?
00:15:58: Haben wir dann einen EU-weiten integrierten effizienten tiefen Kapitalmarkt der auch die in ihn gesteckten Erwartungen erfüllen kann.
00:16:06: Ja da bin ich ganz zuversichtlich und jedenfalls erwarte ich da sehr große Fortschritte!
00:16:11: Ich bin überzeugt dass sowohl in Berlin als auch im Brüssel erkannt worden ist das die Vertiefung des Kapitalmarkts notwendig ist, dass wir sie zur Finanzierung unserer Herausforderungen brauchen.
00:16:24: Die Vorteile sind in meinen Augen ersichtlich geworden und wir können auf bewährten Strukturen aufsetzen, sie bewahren sowohl die Kreditfinanzierung als auch die Anlage der Anlegerschutz.
00:16:39: Die Dinge sind alle da.
00:16:40: Stabilität ist gegeben.
00:16:42: jetzt kommt es eben darauf an die Hürden und auch die Bürokratie sinnvoll abzubauen.
00:16:48: und wenn auch die weitere Entwicklung sich kontinuierlich fortsetzt EU ein einheitlicherer Markt entsteht, dann wird die Dynamik sich von selber weiter entfalten und immer vorausgesetzt dass die Unternehmen in der EU auch gute strukturelle Rahmenbedingungen zur wirtschaftlichen Entwicklung vorfinden.
00:17:08: Und das am Finanzmarkt, dem Markt und das Marktgeschehen auch wirklich stattfinden kann.
00:17:13: Und wie vorhin erwähnt auch, dass die Rollenverteilung der Akteure von der Regulierung respektiert wird.
00:17:20: Hieran immer wieder zu erinnern Das wird auch weiter Aufgabe des Verbandes bleiben.
00:17:25: Damit sind wir wieder beim Thema Wettbewerbsfähigkeit!
00:17:28: Vielen Dank mir!
00:17:29: Schön, dass du bei uns warst.
00:17:30: Vielen Dank!
00:17:30: Danke hat Spaß gemacht.
00:17:36: Hendrik was nimmst Du mit?
00:17:37: Ich glaube wichtig ist hier vor allem das neben dem Thema Stabilität bei der Finanzmarktregulierung und dem Thema Integrität, d.h.
00:17:44: Anlegerschutz einfach viel mehr Wert auf das Thema Wettebewerbungsfähigkeit gelegt wird damit die Kapitalmärkte im Ergebnis liquide- und tief- integriert sind.
00:17:55: Und was nimmst du mit?
00:17:56: Ich habe mir so verstanden, dass sie sagt das die Finanzierung der Wirtschaft ein Finanzierungsökosystem braucht.
00:18:03: Das heißt wir müssen den Blick weiten und Finanzierungen entlang der gesamten Finanzierungskette denken.
00:18:09: Dazu gehören dann auch solche Themen wie den Wagniskapitalmarkt vertiefen, die EU-Ink nach vorne bringen und auch das Thema Börsengänge zum Beispiel oder die Rahmenbedingung für Börsengänge von Unternehmen zu verbessern.
00:18:23: Wenn ihr keine Folge mehr verpassen wollt, abonniert unseren Podcast auf der Streaming-Plattform eurer Wahl oder hört ihn auf unserem YouTube-Kanal oder auf bankenverband.de.
00:18:32: Uns hat es großen Spaß gemacht.
00:18:33: bis zum nächsten Mal!
00:18:35: Bis zum nächsten mal.
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